<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>HaBoBlog</title>
	<atom:link href="http://blog.hackerboard.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.hackerboard.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Mon, 07 Jan 2013 23:38:29 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.5.1</generator>
		<item>
		<title>Regulierung Teil 1 &#8211; was ist denn das?</title>
		<link>http://blog.hackerboard.de/regulierung-teil-1-was-ist-denn-das/</link>
		<comments>http://blog.hackerboard.de/regulierung-teil-1-was-ist-denn-das/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 23:38:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wahnwitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Internet: Überwachung & Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[INternetregulierung]]></category>
		<category><![CDATA[Regulierung]]></category>
		<category><![CDATA[Telemediengesetz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.hackerboard.de/?p=329</guid>
		<description><![CDATA[<p>In einigen vorigen Artikeln hier  ging es um Internetregulierung. Das ist scheinbar ein wenig abstrakt – und auch manchmal verständlich – denn nicht jeder hat die Zeit sich da umfassend einzulesen. Also machen wir hier mal einen kleinen Crash-Kurs und turnen das Thema mal Mundgerecht ab. Also wollen wir uns ein klein wenig die Geschichte [...]</p><p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/regulierung-teil-1-was-ist-denn-das/">Regulierung Teil 1 &#8211; was ist denn das?</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In einigen vorigen Artikeln hier  ging es um Internetregulierung. Das ist scheinbar ein wenig abstrakt – und auch manchmal verständlich – denn nicht jeder hat die Zeit sich da umfassend einzulesen. Also machen wir hier mal einen kleinen Crash-Kurs und turnen das Thema mal Mundgerecht ab. Also wollen wir uns ein klein wenig die Geschichte der Internetregulierung, insbesondere in Deutschland ansehen und im weiteren Artikel gibt’s ein paar Regulierungsknaller, die schon längst existieren.</p>
<p>Fragt man die <a title="Wikipedia Internetregulierung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internetregulierung" target="_blank">deutsche Wikipedia, so ist Internetregulierung</a> gleichzusetzen mit Internetkontrolle. Auch wenn es wohl in der Praxis meistens darauf hinausläuft, so ist die Aussage nicht korrekt, denn eine Regulierung kann auch bedeuten, dass man einen Bereich derart reguliert, um eine bestimmte Freiheit zu erreichen. Der Wikipedia Artikel ist auch insofern Mist, da die dort erwähnten ITRs das Internet überhaupt nicht zum Gegenstand ihres Regelwerks haben.</p>
<p>Eine primäre Aufgabe des Gesetzgebers ist es Rahmenbedingen zu schaffen, in denen sich z.B. Teile der Wirtschaft oder auch das Strafrecht abspielen. In diesem Sinne ist unsere Wirtschaft mehr oder weniger reguliert: Das Versicherungswesen ist ziemlich streng reguliert, während unsere Banken eindeutig zu wenig reguliert werden. Ebenso ist unser Strafrecht reguliert und das drückt sich u.a. im Verhältnis von Tat und Strafe aus und für viele Berufe werden bestimmte Ausbildungsnachweise verlangt.</p>
<p>Regulierung bedeutet also insofern lediglich, dass etwas (in diesem Artikel von hoheitlicher Stelle) geregelt wird.</p>
<p><strong>Was wird reguliert?</strong></p>
<p>Es kommt drauf an, wo man ist. Aber man kann in etwa sagen, dass für jede Person in diesem Staat gilt, dass der äußerste Rahmen, dessen was man tun kann und darf, vom Gesetz festgelegt wird. Geht diese Person nach Hause, zu seiner Familie, so ist auch dieser Raum reguliert. Hier gelten Regeln wie Tischmanieren, Fernsehzeiten für die Kinder und ein Plan für Arbeiten im Haushalt. Es existiert somit ein regulierter Raum (Hausordnung) innerhalb eines größeren regulierten Raumes (Staat). Tatsächlich finden wir überall solch regulierte Räume. Manche davon sind festgeschrieben, wie z.B. benimm-Regeln in einer Disco, oder eher temporäre Regulierungen, wie etwa bei einer einmalig organisierten Undergroundparty unter irgendeiner Brücke. Im Falle des Internets wird über diverses Vertragsrecht ein gewisser Rahmen für Internetdiensteanbieter reguliert usw.</p>
<p><strong>Wie reguliert man?</strong></p>
<p>Der Staat erlässt Gesetze. Kann der Staat eine bestimmte Sache nicht direkt regulieren, so erlässt er ein Gesetz wodurch sich eine Sache indirekt regeln lässt(Rahmenbedingungen). Zuhause regulieren die Eltern einen Teil des Lebens ihrer Kinder, auf einer Party der Gastgeber usw.</p>
<p>Dabei kann man unterscheiden zwischen einer hoheitlich ermächtigten Stelle, wie eine Partei, oder durch eine Kompetenzherrschaft (Hoeffe), wo jemand eine Regel erlässt, der zwar nicht formal berechtigt ist, aber man der Person aufgrund seiner Kompetenz glaubt und vertraut und sich deswegen fügt. Wer z.B. eine Bergsteigertour durchs Himalaja macht, erkennt meistens die Kompetenzherrschaft der Sherpas an, die in gewisser Weise bestimmen, wie und wo gewandert wird.</p>
<p>Dies dazu in aller Kürze. Eine sehr umfangreiche Beschreibung über Regulierung, kann man in dem Buch „Code“, von Lawrence Lessig finden.</p>
<p>Unabhängig von all dem gibt es in ihren extremen zwei sehr gegensätzliche Gruppen mit ihrer Meinung zum Thema Internetregulierung. Die eine sagt das Internet müsse ein unregulierter Raum sein (damals hieß es noch „bleiben“). Das andere Lager will am liebsten für jeden Weltbürger einen Internetausweis sehen, mit dem man alle Tätigkeiten eines Internetusers speichern und verfolgen kann. Wobei trauriger weise Letztere mehr Aussicht auf Erfolg haben dürften.</p>
<p>Jedenfalls ist die Internetarchitektur in Deutschland durchaus reguliert und die Regulierung nimmt zu – und zwar massiv.</p>
<p>Die Diskussion über eine Internetregulierung wird viel zu oft in der Zukunft geführt, „wenn wir den Überwachungsstaat haben“ usw. Die Tatsache, dass 2010 rund 37 Millionen E-Mails mitgeschnüffelt worden sind, geht da direkt unter.</p>
<p>Seit 2007 haben wir jedenfalls das <a title="Telemediengesetz" href="http://www.gesetze-im-internet.de/tmg/" target="_blank">Telemediengesetz</a>, welches ein zentraler Ausgangspunkt für alles ist, was sich unter dem Oberbegriff Internetrecht tummelt. Man kann sich denken, dass ein solches Gesetz nicht so plötzlich entstanden ist und das stimmt sogar. Recherchiert man in den Medien tönt es schon seit Anfang der 90er immer wieder von der politischen Bühne „Das Netz darf kein rechtsfreier Raum sein“.</p>
<p>Nun ist das Netz auch nie wirklich ein rechtsfreier Raum gewesen. Wer beleidigt oder verleumdet kann dafür belangt werden. Fernabsatzregelungen, Datenschutzbestimmungen, AGBs und Verträge von Internetdiensteanbietern usw. Es ist seit jeher eine Menge reguliert gewesen.  Und hier wird die Diskussion dann oftmals recht eindimensional, denn meistens geht es darum, dass man gewisse Gauner nicht erwischt, weil die Internetarchitektur eine leichte Verfolgung von Straftätern nicht gewährleistet (hat).</p>
<p>Also, merken: Es gibt ein paar unterbelichtete Politiker die die Wendung „rechtsfrei“ lediglich dann benutzen wenn es darum geht, Straftätern das Handwerk zu legen. Das ist jedoch schon fast ein philosophisches Thema und das passt so gar nicht zu Politikern.</p>
<p>Leider steigt auch viel zu oft die Opposition mit in diesen Chor ein und wettert für den rechtsfreien Raum, was, wie gezeigt, auch nicht so richtig wahr und schlau ist, denn in einem rechtsfreien Raum würde auch niemand die (Nicht)Einhaltung von z.B. Datenschutzbestimmungen  oder verfolgen oder vorschreiben.</p>
<p>Es geht auch überhaupt nicht so sehr darum ob das Netz reguliert sein soll oder nicht – denn es wird ja bereits erheblich reguliert. Es geht vielmehr darum: Zu welchen Lasten (welcher Gruppe) geht eine Regulierung und ist sie im Einzelfall „nötig“?</p>
<p>Ein paar salopp-krasse Beispiele zum warmdenken:</p>
<ul>
<li>Ist es richtig alle E-Mails zur überwachen, wenn man davon ausgehen kann Terroristen zu überführen?</li>
<li> Ist es richtig alle Chats zu überwachen und zu speichern, wenn man davon ausgehen kann, dass man früher oder später einen Kindesentführer dingfest machen kann?</li>
<li>Wäre es OK jeden PC zu überwachen, solange ein Benutzer nichts davon bemerkt und er nichts zu befürchten hat, solange er nichts Verbotenes tut?</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Für den Anfang soll es reichen. Und wer bei den Fragen einen Konflikt zwischen Rechtsstaatlichkeit, Verfassung, Gerechtigkeit, Freiheit und Menschlichkeit verspürt, ist schon mal nicht komplett eingerostet.</p>
<p>Weiter geht’s dann im weiteren Teil.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/regulierung-teil-1-was-ist-denn-das/">Regulierung Teil 1 &#8211; was ist denn das?</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.hackerboard.de/regulierung-teil-1-was-ist-denn-das/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wir brauchen weniger Fachkräfte.</title>
		<link>http://blog.hackerboard.de/wir-brauchen-weniger-fachkrafte/</link>
		<comments>http://blog.hackerboard.de/wir-brauchen-weniger-fachkrafte/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Jan 2013 15:04:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wahnwitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erwin Chargaff]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.hackerboard.de/?p=327</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wie jedes Jahr ist das Weihnachtsfest eine zwiespältige Angelegenheit. Einerseits hofft man auf genügend Zeit für Besinnlichkeit und auf der anderen Seite frisst und säuft man sich durch die Familiendates. Nach der Völlerei bleibt dann abends doch noch wirklich Zeit für den eigentlichen Zweck – Besinnung. Ein Nachsinnen der in der Familie breitgelatschten Themen taucht [...]</p><p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/wir-brauchen-weniger-fachkrafte/">Wir brauchen weniger Fachkräfte.</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie jedes Jahr ist das Weihnachtsfest eine zwiespältige Angelegenheit. Einerseits hofft man auf genügend Zeit für Besinnlichkeit und auf der anderen Seite frisst und säuft man sich durch die Familiendates. Nach der Völlerei bleibt dann abends doch noch wirklich Zeit für den eigentlichen Zweck – Besinnung. Ein Nachsinnen der in der Familie breitgelatschten Themen taucht auf. Seit einiger Zeit gehören die Themen dem Nachwuchs. Bildung und Chancen und haarsträubende Ideen einer Perspektive. Als sei es Schicksal, war niemand geringeres als <a title="Erwin Chargaff" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Chargaff" target="_blank">Erwin Chargaff </a>mein Begleiter im Geiste. Und als wäre das nicht schon Zeichen genug, so plärrte auch irgendwo irgendein Politiker wieder etwas vom Fachkräftemangel. Das Land braucht demnach mehr Fachkräfte.</p>
<p>Ja?</p>
<p>Nein!</p>
<p>Macht man sich den Spaß und reitet auf der Begrifflichkeit rum, so sticht doch einem das Wort „Fach“ wirklich ins Auge.</p>
<p>Fach: Schachtel, Schublade, Kiste; Alles Räume. Aber vor allem sind es begrenzte Räume und die Kraft die da wirken soll, soll scheinbar in diesem – begrenzten – Raum wirken. Fachkräfte sind ihrem Wesen nach also auch durchaus Fachidioten &#8211; weil beschränkt.</p>
<p>Politiker dieser Tage sind, bis auf wenige Ausnahmen, nicht gerade mit Empathie gesegnet und so greifen sie diese Worte auf, mit einer ungefähren Ahnung was gemeint sein soll und reden der Wirtschaft nach dem Mund (Ich merke dass ich denke, wenn ich höre was ich sage). Oftmals taucht der Begriff Fachkraft im Bereich der Informatik auf. Glaubt man einigen Leuten, die in einem solchen begrenzten Raum sitzen, so wandelt sich die gesamte Gesellschaft in eine „Ökonomie des Wissens“. Um welches Wissen es da gehen soll, ist allerdings noch immer ziemlich unklar, jedenfalls wird es trotz einer (angeblich) permanenten Steigerung unseres „Wissens“ immer schwerer jemanden zu finden, der wirklich Ahnung hat. Beim Gespräch mit den jungen Leuten wird zumindest eines ziemlich deutlich: Es geht nicht um Wissen, jedenfalls nicht in der Schule und immer seltener auch in der Erziehung. Und wenn man es genau nimmt, wissen sie auch nicht besonders viel, wofür sie selber gar nichts können: Niemand lässt ihnen die Zeit Wissen zu erwerben, sondern man zieht sie im Galopp durch eine Suppe aus Indizien und Andeutungen. Es geht vielmehr darum sich möglichst früh und schnell eine Schublade – eine „Fachrichtung“ – auszusuchen in der man sich dann entfalten soll. Und vor allem soll man schnell ein produktives (Turbo)Mitglied der Wirtschaftskette sein: Eine Kraft  &#8211; eine Fachkraft. Eine aufgeladene Batterie, die sich beim Streben nach materieller Besserstellung (nach Ottfried Hoeffe ein Übel der jetzigen Gesellschaft) entlädt und möglichst bald möglichst viel konsumiert.</p>
<p>Dummerweise macht diese Verzerrung ganz besonders in den Hochschulen „Schule“.</p>
<p>Ich hatte im letzten Jahr das Vergnügen den Mathematiker und Philosophen<a title="Gunter Dueck" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gunter_Dueck" target="_blank"> Gunter Dueck </a>auf einem Vortrag zu sehen. Es ging u.a. um Topkräfte. Jene Topkräfte, die ein 1a Studium hinlegen und dann im Unternehmen aufkreuzen. Für Dueck scheiden sich die wirklich qualifizierten von den Fachkräften durch die Frage „was soll ich tun“.  Worauf Dueck anspielte war wohl der Umstand, dass es eben keine Fachkräfte braucht, sondern Leute, die Dinge erledigen. Leute, die nicht in ihren Schachteln sitzen und eben nicht begrenzt sind.</p>
<p><a title="William Blake" href="http://de.wikipedia.org/wiki/William_Blake" target="_blank">William Blake</a> meinte mal dass Verallgemeinerung etwas für Idioten sei. Wobei ich jedoch feststelle, dass es durchaus Bedarf an Generalisten gibt, die noch nicht dem betitelten Formalismus zum Opfer gefallen sind, oder wie Chargaff bemerkte: „Zum nachdenken braucht man nun ein Diplom“.</p>
<p>Ein Grund für diese Zeilen ist Angst. Viele junge Menschen hetzen wie getriebene durch die Schulen, Fachhochschulen oder Unis um am Ende irgendeine Fachkraft zu sein, die leichter ersetzbar ist, als eine Sicherung in einem Plasma-TV.  Aber man muss am Ball bleiben und nach Möglichkeit auch irgendwie einen dieser kreativen tollen Jobs (irgendwas am PC) machen und natürlich eine Menge Geld damit verdienen.</p>
<p>Ich wünsche mir für dieses Jahr jedenfalls keine Fachkräfte.</p>
<p>Ich wünsche mir für eine Menge junge Leute, dass sie die Ruhe und Zeit bekommen um ihre eigene Lebensperspektive zu entwickeln und weniger Angst haben – weniger das Gefühl irgendwas zu verpassen, denn es gibt nur eines was man verpassen kann – sein eigenes und selbstbestimmtes Leben zu leben.</p>
<p>Frohes Neues!</p>
<p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/wir-brauchen-weniger-fachkrafte/">Wir brauchen weniger Fachkräfte.</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.hackerboard.de/wir-brauchen-weniger-fachkrafte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Freiheit? Welche eigentlich?</title>
		<link>http://blog.hackerboard.de/freiheit-welche-eigentlich/</link>
		<comments>http://blog.hackerboard.de/freiheit-welche-eigentlich/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 16 Dec 2012 15:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wahnwitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet: Überwachung & Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hollerith]]></category>
		<category><![CDATA[INternetregulierung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.hackerboard.de/?p=321</guid>
		<description><![CDATA[<p>Der WCIT2012 ist vorbei und die Ernüchterung ist groß, denn es wurden keine Änderungen mit in die ITRs übernommen. Trotzdem heißt es auf der Hut sein, denn die Maschinerie antidemokratischer und freiheitseinschränkender Kräfte läuft permanent auf Hochtouren. Worum ging es denn in letzter Instanz überhaupt? ETNO sagt es ginge um Gerechtigkeit, einige Staaten proklamieren ihren [...]</p><p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/freiheit-welche-eigentlich/">Freiheit? Welche eigentlich?</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a title="WCIT 2012" href="http://blog.hackerboard.de/wcit-teil-3-akteure-der-internetregulierung/" target="_blank">WCIT2012 </a>ist vorbei und die Ernüchterung ist groß, denn es wurden keine Änderungen mit in die ITRs übernommen. Trotzdem heißt es auf der Hut sein, denn die Maschinerie antidemokratischer und freiheitseinschränkender Kräfte läuft permanent auf Hochtouren.</p>
<p>Worum ging es denn in letzter Instanz überhaupt? ETNO sagt es ginge um Gerechtigkeit, einige Staaten proklamieren ihren Herrschaftsanspruch über zumindest Teile des Internets. Google hingegen kämpft für die Freiheit überhaupt, so wird es jedenfalls dem Konsumvieh verkauft.</p>
<p>Freiheit.</p>
<p>Jedermann hat eine Vorstellung davon, was Freiheit ist. Und wenn man fragt bekommt man die erstaunlichsten Antworten: Reisefreiheit, politische Freiheit, Redefreiheit etc.</p>
<p>Freiheit im Internet.</p>
<p>Auch hierzu hat fast jeder eine Meinung. Freie Downloads, freie Kommunikation, Piraten werben für eine Entkriminalisierung derjenigen, die Inhalte aus dem Netz ziehen, wo ansonsten Kosten anfallen.</p>
<p>Wie flach all das ist und auf welch einem niedrigen Niveau die Freiheit im Internet diskutiert wird,  erschließt sich einem eigentlich nur, wenn man sich die Geburt – die Idee – des Internets einmal ansieht und man wird merken auf welch ein plumpes Niveau die Diskussion gebracht worden ist.</p>
<p>Ich rede hier von der Freiheit, kreativ zu sein.</p>
<p>. Zu diesem Zweck brauchen wir einen eher philosophischen Blickwinkel, der uns deutlichen machen kann, wie die Väter des Internets Freiheit sozusagen implementiert haben.</p>
<p>Es gibt Ansichten, woran Freiheit sich immer auch ein bisschen an der Marktwirtschaft misst – an der freien Marktwirtschaft. Seit dem chinesischen Wirtschaftsboom müssten solche Stellen in der Lektüre der Wirtschaftswissenschaften eigentlich umgeschrieben werden, denn in China lebt es sich ja nach unserer Meinung ziemlich unfrei. Trotzdem wächst der Wohlstand, wenn auch nicht für alle und man könnte sich ernsthaft fragen wie viel Freiheit denn überhaupt nötig ist, wenn das ehrbare Ziel doch das Streben nach materieller Besserstellung ist. Die Freiheit alles zu kaufen, zu konsumieren, ist natürlich vorhanden. Und streng genommen zielt auch das deutsche Bildungssystem auf genau diese Art der Freiheit ab, indem die Kinder zu Fachidioten und Ja-Sagern dressiert werden. Dass diese Art von Freiheit eher einer industrialisierten Form von Viehhaltung entspricht – und zwar Konsumvieh &#8211; wird uns nicht im Traum einfallen. Doch entspricht es einem Teil der Wahrheit und ganz besonders deutlich wird das im Bereich IT.</p>
<p>Schauen wir zurück: Im Jahre 1880 musste sich jemand darum kümmern, in den USA eine Volkszählung auszuwerten. Dieser jemand (ein Mann) dachte sich, dass es möglich sein musste, einen solchen Prozess irgendwie zu automatisieren. Er entwickelte ein besonderes, elektronisch gestütztes Kartensystem (nein, nicht wie Google Maps, sondern eher wie Lochkarten), mit dessen Hilfe eine Zählung  2 1/2, statt sieben Jahre brauchte. Die US Regierung fand das spitze und der Mann wurde beauftrag auch für andere die Zählungen durchzuführen.</p>
<p>Der Mann traf eine folgenreiche Businessentscheidung. Er hätte die Möglichkeit gehabt, die Maschinen zu verkaufen. Er entschied sich aber, auf die Kundenwünsche zugeschnittene Lösungen zu verkaufen – eine Komplettlösung, wobei der Kunde die technische Umgebung aber nicht kaufte. Eine Art Miete. Die Maschinen wurden weiterentwickelt und programmierbar und es war sozusagen genau das, was junge Businessmännchen und mit Software as a Service als den letzten Schrei verkaufen. Technik wurde fortentwickelt und immer mehr Firmen nutzten die Angebote dieses Mannes, Kaufhäuser, Bahnunternehmen, etc. Es wurde überall gerne genutzt, wo viel gerechnet werden musste. Der Mann änderte sein Konzept nicht und hatte de-facto die Kontrolle über die programmierbaren Prozesse der Maschinen, die auf die Kundenwünsche hin ausgerichtet konfiguriert und programmiert wurden. Und die Kunden wollten es gar nicht. Keiner wollte lernen solche Geräte zu programmieren oder instand zu halten. Sie wollten einen einzigen kompetenten Ansprechpartner, der alles regelt. In den 60ern wurde noch immer nach dem Konzept gearbeitet und man hatte derzeit riesige Mainframes aufgebaut, in denen alle Prozesse stattfanden. Kunden schickten ihre Aufträge oder waren teilweise über sogenannte „dummer Terminals“ mit dem Gerät verbunden und die Firma des Mannes wurde der größte und quasi einzige Anbieter für derartige Aufgaben in der Geschäftswelt.</p>
<p>Der Mann hieß Herman Hollerith und seine Firma hieß ab den 60ern International Business Machines, kurz: IBM.</p>
<p>Andere Anbieter wollten auch auf den Markt, aber bis zu einem Antitrust suit der US Behörden, war es für andere Unternehmen nicht möglich, eine IBM Maschine ohne den dazugehörigen Service oder Software zu kaufen. Dann schon und IBM wurde auferlegt, seine Produkte zu modularisieren. Jetzt konnten andere eine IBM Maschine kaufen oder der Besitzer einer IBM Maschine konnte Dritte beauftragen, sie zu programmieren. Wo der Markt bisher geschlossen war – wurde er nun frei und es setzte ein ungeheurer Boom ein.</p>
<p>Die Essenz dahinter ist aber folgende: Die großen Maschinen hatten aber, anders als damalige Business Produkte, wie Geräte für die Dokumentenerstellung, eine Art elektrische Schreibmaschine, bereits damals CPUs, die grundsätzlich alles machen konnten. Die Einschränkung ihrer Arbeiten war also zuerst eine Business Entscheidung und an zweiter Stelle am Markt ausgerichtet. Bei beiden jedoch, war es reglementiert durch einen dominanten Player. Im Laufe dieser Entwicklung hatte sich der Markt für „general Purpose PCs“ entwickelt und die eine Komponente des Internets war vorhanden.</p>
<p>Machen wir einen Sprung zur zweiten Komponente, dem Netz.</p>
<p>Das US Telefonnetz gehörte damals AT&amp;T. AT&amp;T hatte die rechtliche Hoheit über das Netz – und über die angeschlossenen Geräte, wie es auch bei uns im Zeitalter der Post war. AT&amp;T hatte, wie IBM auch, im Prinzip offene Grundlagen für andere Technologien ihr Business Modell aufgezwungen. Man konnte telefonieren, musste aber zu AT&amp;T gehen, von denen man den Anschluss und das Endgerät bekam (man konnte keine Telefone kaufen, die wurden ebenfalls gemietet).</p>
<p>Auch hier spielten sich ähnliche Szenarien ab, denn auch hier kamen Dritte, die die Technik für ihr Geschäft nutzen wollten und die sich durch die strengen Regeln behindert sahen. Die USA, sind keine Freunde von Monopolen (außer es heißt Google) und schon bald wurde das Telefonnetz anderen Anbietern von Technologie zugänglich und die einstmals „eingesperrte“ Technologie wurde zu einem allgemeinerem, neutralerem Medium, welches dazu genutzt werden konnte, andere Signale zu transportieren, in elektronischen Signalen enthaltene Protokolle, wie z.B. TCP/IP (das Thema CompuServ, Prodigy und AOL lassen wir hier mal aus, auch wenn es ein wichtiger Punkt war).</p>
<p>Irgendwo fanden zwei offene Technologien zueinander. Zuerst fanden sich auf den Schreibtischen PCs ein. Damalige PC wurden eingeschaltet und alles was man zu sehen bekam, war ein blinkender Cursor, am linken oberen Rand. Wer wie ich der C64er Generation entstammt, kann sich vielleicht noch an das fast schon sakrale Gefühl erinnern, wenn man, wie ich an heilig Abend, das erste mal den eigenen Computer anstellt und man vor sich eine Maschine hatte die sagte: Ich bin da, sag mir was ich tun soll, du kannst alles mit mir machen. Und so war es auch – mit dem Einzug der PCs in die Haushalte traf sich eine neugierige Generation mit einer Technologie, die im Grunde alle mit sich machen ließ – und wir taten es. Auch in der Geschäftswelt wurden in Windeseile riesige Märkte kreiert.</p>
<p>Dann gab es eine Möglichkeit, die eigenen PCs am Netz anzuschließen. Daraus entwickelt hat sich, bis jetzt, das Internet.</p>
<p>Nach diesem kleinen Schnelldurchlauf will ich auf etwas aufmerksam machen.</p>
<p>In den Anfängen des Netzes und der IT wurde teilweise durch Gesetze  die Technologie geöffnet und für alle nutzbar gemacht. Und ganz besonders die Erbauer des Internets, haben das freie und diskriminierungsfreie Konzept der Paketstrecken implementiert.  Mit Hilfe der Endgeräte, die alles mit sich machen ließen, wurde den Menschen, die es nutzten eine unglaubliche, bisher nie dagewesene Möglichkeit gegeben sich kreativ mit Technologie auseinanderzusetzen oder Geschäfte zu machen.</p>
<p>Freiheit. Freiheit zur Kreativität wurde in einer Technologie implementiert.</p>
<p>Alle Protokolle waren offen (RFCs), oberhalb der Hardware (wo Protokolle durchaus Sinn machen, denn hier braucht es Standards)  wurde nichts reglementiert. Auf die grundlegenden Protokolle kamen weitere, Gopher, SMTP, WHOIS, FINGER, dann HTTP. Und man konnte der in der Technik implementierten Freiheit eine Gestalt geben – Software schreiben – kommunizieren, Information bereitstellen und beziehen.</p>
<p>Diese Freiheit ist im Begriff zu sterben, denn die Entwicklung läuft rückwärts. Wir haben wieder Monopole und wir tendieren wieder zurück zu Geräten, die uns einschränken. Wir haben wieder Endgeräte über die wir die Kontrolle verlieren, egal ob es Spielekonsolen, Smartsphones, PCs oder Tablets sind. Wir können nicht mehr jede beliebe Software für unsere Geräte programmieren, nicht mal installieren– wir müssen Mitglied in einem Club werden, z.B. Als Entwickler oder Kunde für diverse App-Stores und man wird den Regeln der Clubs unterworfen. Wir werden mit der Wahl eines Produkts in ein Habitat gesperrt, wo die Regeln des Unternehmens gelten und Technologie inkompatibel wird (Apple-, Google-, Amazonuniversum).  Die Vielseitigkeit ist an dieser Stelle eine Illusion und die Unternehmen verkaufen uns eine immer stärkere Entmündigung als grenzenlose Freiheit und Kreativität wo wir weder auf die Entwicklung noch auf die Sicherheit einen Einfluss haben und sich neue Monopole etablieren.</p>
<p>Verfechter dieser Entwicklung argumentieren, dass es ja alles gibt, was man braucht und das die Maschinen lediglich Werkzeug sind und wir dadurch auf eine neue – viel höhere Ebene von Freiheit und Kreativität gehoben werden. Wenn der PC stirbt und mit ihm der generische Ansatz der Technologie, nämlich wir der Maschine sagen können was wir wollen – und so sehen es die großen Player – dann finden wir uns (wieder) in einer Welt wieder, in der uns Technologie aufdiktiert, was wir tun können –und vor allem – dürfen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich bedanke mich an dieser Stelle bei Jonathan Zittrain und ich möchte an dieser Stelle dringend sein Buch „The Future oft the Internet – and how to stop it“ empfehlen.</p>
<p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/freiheit-welche-eigentlich/">Freiheit? Welche eigentlich?</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.hackerboard.de/freiheit-welche-eigentlich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kabel oder Freileitung?</title>
		<link>http://blog.hackerboard.de/kabel-oder-freileitung/</link>
		<comments>http://blog.hackerboard.de/kabel-oder-freileitung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Dec 2012 12:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>benediktibk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Elektrotechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>
		<category><![CDATA[Freileitung]]></category>
		<category><![CDATA[Kabel]]></category>
		<category><![CDATA[Netzausbau]]></category>
		<category><![CDATA[Strom]]></category>
		<category><![CDATA[Stromtrasse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.hackerboard.de/?p=249</guid>
		<description><![CDATA[<p>Als kleine Fortsetzung des Artikels zur Energiewende folgt dieses mal eine kurze Erklärung der Unterschiede zwischen Kabeln und Freileitungen. Genauer gesagt soll es um die Unterschiede im Blindleistungsbedarf gehen, welche maßgeblich die maximale Länge begrenzen. Da das Publikum vermutlich sehr unterschiedliches Vorwissen besitzt wird dieses mal zweigeteilt: Zuerst kommt eine kurze, hemdsärmlige Erklärung, danach eine [...]</p><p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/kabel-oder-freileitung/">Kabel oder Freileitung?</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Als kleine Fortsetzung des Artikels zur <a href="http://blog.hackerboard.de/energiewende-einmal-anders">Energiewende</a> folgt dieses mal eine kurze Erklärung der Unterschiede zwischen Kabeln und Freileitungen. Genauer gesagt soll es um die Unterschiede im Blindleistungsbedarf gehen, welche maßgeblich die maximale Länge begrenzen.</p>
<p>Da das Publikum vermutlich sehr unterschiedliches Vorwissen besitzt wird dieses mal zweigeteilt: Zuerst kommt eine kurze, hemdsärmlige Erklärung, danach eine exakte, dafür aber komplexere.</p>
<p><strong>Kurzfassung</strong></p>
<p>Jede elektrische Leitung weist parasitäre Nebeneffekte auf, abseits des gewünschen bzw. allgemein bekannten Verhaltens. So gibt es nicht nur einen Längswiderstand, den vermutlich die meisten kennen, sondern auch Kapazitäten, Induktivitäten und Querleitwerte. Die Induktivitäten entstehen dadurch, dass jeder stromdurchflossene Leiter ein Magnetfeld erzeugt, in welches natürlich Energie gesteckt werden muss, auch wenn das nicht gewollt ist. Genaus ist jede Isolierung nicht ideal und es fließen minimale Ströme, zum Beispiel an der Oberfläche von Isolatoren. Dieser Effekt wird meist, vor allem bei Freileitungen, maßgeblich durch die Luftfeuchtigkeit beeinflusst. Für die heutige Betrachtung sind aber die Kapazitäten gegenüber dem Rückleiter und den anderen Leitern hauptsächlich von Interesse. Die Geometrie spielt, wie bei den anderen Werten auch, eine wichtige Rolle dabei und bestimmt die jeweiligen Werte. Die entsprechenden Formeln sind natürlich unterschiedlich, je nach Geometrie, es bleibt aber eine gewisse Grundstruktur erhalten. Deswegen reicht es auch vollkommen aus für grundlegende Überlegungen einen Plattenkondensator zu verwenden. Für den berechnet sich die Kapazität wie folgt:<a href="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/plattenkondensator.gif"><img class="aligncenter size-full wp-image-279" title="plattenkondensator" src="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/plattenkondensator.gif" alt="" width="61" height="38" /></a></p>
<p>Gut, nun zu den Unterschieden zwischen Freileitungen und Kabeln. Zuerst einmal sind natürlich die Werte für die Permittivät (epsilon) unterschiedlich, nur liegen die Werte für den relativen, also materialabhängigen Teil, von Luft und den üblichen Isolatoren nicht weit auseinander. Luft liegt bei einem Wert von 1, Polyethylen zum Beispiel bei 2,4 (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Permittivit%C3%A4t#Relative_Permittivit.C3.A4t_ausgew.C3.A4hlter_Materialien">Quelle</a>). Genauso ist Fläche nicht signifikant unterschiedlich, denn diese wird vor allem durch die Länge der Leitung bestimmt. Große Unterschiede finden sich also nur bei dem Elektrodenabstand d. Um das besser zu erläutern erst einmal ein Bild zum Aufbau eines Einleiterkabels, welches in der Hochspannungstechnik häufig eingesetzt wird:</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-252" title="einleiterkabel_aufbau" src="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/einleiterkabel_aufbau-1024x280.png" alt="" width="584" height="159" />Zugegebenermaßen, das ist jetzt wahrscheinlich kein Hochspannungskabel aufgrund der dünnen Isolierschicht, aber der prinzipielle Aufbau ist der gleiche. Der Elektrodenabstand für den Kondensator ist hier der Abstand zwischen Leiter und dem Kupferschirm. Der bewegt sich somit in einem Bereich von einigen cm. Bei einer Freileitung hingegen bildet der Abstand zwischen zwei Leitern den Elektrodenabstand, ist also im Bereich von einigen m. Und damit hätten wir auch den Unterschied für die um Größenordnungen höhere Kapazität von Kabeln.</p>
<p>Doch warum sollten hohe Kapazitäten ein Problem darstellen? Hätten wir ein Gleichstromsystem wäre diese nur bei dynamischen Vorgängen, also zum Beispiel bei Ein- und Ausschaltvorgängen, von Bedeutung. Aufgrund der besseren Transformierbarkeit setzte sich aber schon vor langer Zeit das Drehstromsystem durch. In diesem müssen wir nun die Induktivitäten, und vor allem auch die Kapazitäten, pro Periode laden und wieder entladen. Nur sind diese parasitären Effekte keine konzentrierten Bauelemente, sondern verteilen sich über die gesamte Länge der Leitung. Damit muss die gesamte Lade- und Entladeleistung über die Leitung geführt werden, zusätzlich zur eigentlich erwünschten Leistungsübertragung. Und wie vielleicht noch aus der Schulbildung bekannt ist die Verlustleistung an einem ohmschen Widerstand proportional zum Quadrat des Stromes. Aus diesem Grund stoßen wir bei einem Kabel sehr rasch an die sogenannte thermische Belastungsgrenze alleine aufgrund des Leistungsbedarf der parasitären Effekte, welche wiederum proportional mit der Länge der Leitung gehen.</p>
<p><strong>Noch einmal, nur etwas genauer<br />
</strong></p>
<p>Für das rein prinzipielle Verständnis ist dieser Teil nicht mehr nötig, wer also schon gelangweilt ist möge ihn bitte überspringen.</p>
<p>Ein Übertragungsmedium aus der Sicht eines Elektrotechnikers kann man im Allgemeinen mithilfe von differentiellen Elementen darstellen. Sämtliche Herleitungen können zum Beispiel in <em>Grundlagen der Energieübertragungstechnik</em> von <em>Prof. Dr.-Ing. Josef Kindersberger</em> nachgelesen werden, sollten sich aber auch in jedem guten Buch zur Thematik finden lassen.<a href="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/leitungsmodell.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-278" title="leitungsmodell" src="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/leitungsmodell-300x150.png" alt="" width="300" height="150" /></a></p>
<p>Für uns vor allem von Interesse ist der Wert der Ersatzkapazität als konzentriertes Element. Aufgrund er Geometrie ergibt sich dabei für ein Einleiterkabel (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Plattenkondensator#Berechnung_der_Kapazit.C3.A4t">Quelle</a>):</p>
<p><a href="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/kapazitaet_einleiterkabel_aufbau.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-262" title="kapazitaet_einleiterkabel_aufbau" src="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/kapazitaet_einleiterkabel_aufbau.jpg" alt="" width="160" height="92" /></a><a href="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/kapazitaet_einleiterkabel.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-263" title="kapazitaet_einleiterkabel" src="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/kapazitaet_einleiterkabel.jpg" alt="" width="151" height="52" /></a>Im Gegensatz dazu ist die Berechnung der Kapazität der Drehstromfreileitung erheblich komplexer. Man muss hierbei zum einen von einer Verdrillung der Leiter für eine bessere Symmetrie ausgehen, zum anderen existieren auch Kapazitäten gegenüber den beiden anderen Leitern. Außerdem ist die Höhe nicht konstant, sondern es kommt üblicherweise zu einem nicht unerheblichen Durchhang zwischen den Masten. Kurz gefasst: die folgende Formel ist nur eine Näherung.<a href="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/kapazitaet_freileitung1.gif"><img class="aligncenter size-full wp-image-276" title="kapazitaet_freileitung" src="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/kapazitaet_freileitung1.gif" alt="" width="99" height="44" /></a></p>
<p>Wobei D der mittlere Abstand der Leiter und r der Radius der Einzelleiter ist.<a href="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/freileitung_mittlerer_abstand.gif"><img class="aligncenter size-full wp-image-275" title="freileitung_mittlerer_abstand" src="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/freileitung_mittlerer_abstand.gif" alt="" width="171" height="23" /></a></p>
<p>Gut, nachdem nun die Formeln bekannt sind können sie im Verhältnis zueinander betrachtet werden. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Einzelleiter ähnliche Radien aufweisen:<a href="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/kapazitaeten_verhaeltnis.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-274" title="kapazitaeten_verhaeltnis" src="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/kapazitaeten_verhaeltnis.jpg" alt="" width="334" height="61" /></a></p>
<p>Die oben angewandte Näherung mit dem Plattenkondensator war also nicht ganz korrekt, aber die Tendenz ist die selbe. Dadurch, dass D um Größenordnung größer als R ist ergibt sich für ein Kabel tendenziell eine erheblich größere Kapazität.</p>
<p>Grundsätzlich wäre es möglich diese Blindleistung mithilfe von Spulen zu kompensieren, damit könnte man rein theoretisch sogar in die Nähe eines natürlichen Betriebes der Leitung kommen. Praktisch bedeutet das jedoch, dass ca. alle 25 bis 30 km Kompensationsanlagen errichtet werden müssen, welche in etwa die Fläche von einigen 1000 m² benötigen (<a href="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/Kabel_oder_Freileitung_korr.pdf">Quelle</a>).</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Eigentlich folgt nun ein ähnliches Fazit wie beim letzten Beitrag zum dem Thema. Das ist aber an sich nicht verwunderlich, da dieser Beitrag im Grunde genommen nur eine Erklärung zu einer Behauptung des letzten ist.</p>
<p>Kabel sind aus elektrischer Sicht erheblich unbequemer als Freileitungen, man erreicht schon bei kurzen Leitungslängen die thermische Belastungsgrenze alleine durch den Blindleistungsbedarf.</p>
<p>Für Interessierte bietet sich eine kurze Abhandlung von Prof. Dr.-Ing. Hans-Ulrich Paul an: <a href="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/Kabel_oder_Freileitung_korr.pdf">Kabel oder Freileitung</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zugegebenermaßen, das ist jetzt wahrscheinlich kein Hochspannungskabel aufgrund der dünnen Isolierschicht, aber der prinzipielle Aufbau ist der gleiche. Der Elektrodenabstand für den Kondensator ist hier der Abstand zwischen Leiter und dem Kupferschirm. Der bewegt sich somit in einem Bereich von einigen cm. Bei einer Freileitung hingegen bildet der Abstand zwischen zwei Leitern den Elektrodenabstand, ist also im Bereich von einigen m. Und damit hätten wir auch den Unterschied für die um Größenordnungen höhere Kapazität von Kabeln.</p>
<p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/kabel-oder-freileitung/">Kabel oder Freileitung?</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.hackerboard.de/kabel-oder-freileitung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>WCIT2012 &#8211; Teil 4 &#8211; Google und die Netzneutralität</title>
		<link>http://blog.hackerboard.de/wcit2012-teil-4-google-und-die-netzneutralitat/</link>
		<comments>http://blog.hackerboard.de/wcit2012-teil-4-google-und-die-netzneutralitat/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 08 Dec 2012 20:20:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wahnwitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet: Überwachung & Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[etno]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[wcit2012]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.hackerboard.de/?p=243</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wie geschrieben, gehts hier um einen weiteren, sehr aktiven Player in der WCIT2012 Debatte, nämlich Google. Google ist definitv einer der größten Player im Onlinemarkt. Die ausgeprägte Datensammelwut bescherte der Netzgemeinde eine doch ziemlich anständig funktionierende Suchmaschine, E-Mail und Social-Network Dienste, Kartenmaterial und Youtube. Google ist im Bereich des Onlinemarketing ein de-facto Monopol, da es [...]</p><p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/wcit2012-teil-4-google-und-die-netzneutralitat/">WCIT2012 &#8211; Teil 4 &#8211; Google und die Netzneutralität</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a title="WCIT Teil 3- Akteure" href="http://blog.hackerboard.de/wcit-teil-3-akteure-der-internetregulierung/" target="_blank">Wie geschrieben</a>, gehts hier um einen weiteren, sehr aktiven Player in der WCIT2012 Debatte, nämlich Google.</p>
<p>Google ist definitv einer der größten Player im Onlinemarkt. Die ausgeprägte Datensammelwut bescherte der Netzgemeinde eine doch ziemlich anständig funktionierende Suchmaschine, E-Mail und Social-Network Dienste, Kartenmaterial und Youtube. Google ist im Bereich des Onlinemarketing ein de-facto Monopol, da es überhaupt keinen Sinn macht sonstwo Werbung zu schalten, jedenfalls nicht von Europa aus gesehen. Die Frage, warum die USA Google eigentlich noch nicht zerschlagen haben, ist berechtigt, zumal die USA für gewöhnlich sehr empfindlich auf Monopole reagieren &#8211; ein gutes Thema für einen weiteren Blog Artikel.</p>
<p>Google und WCIT2012. Die (selbst ernannte) Rolle von Google beim WCIT2012 Reigen, ist die des Verteidigers der unbedingten Freiheit im Netz. Keine Kontrolle &#8211; keine Zensur und in jedem Fall die Erhaltung der Netzneutralität. Der naive User mag darin vielleicht die Rückbesinnung zu alten Werten erkennen (don&#8217;t be evil), doch die Realität ist viel banaler, denn es geht, natürlich, ums Geld.</p>
<p>Die Relevanz in den Augen Googles ist offensichtlich. Google wirft sich in Schale und ergreift Initiative mit einem eigenen Anti-Kontrolle Projekt. Google nennt es &#8220;<a title="Google Takeaction" href="http://www.google.de/takeaction/" target="_blank">Take Action</a>&#8220;. Mit einem eigens dafür produzierten <a title="Es gehört uns und es ist frei - Googleheuchelei" href="http://www.youtube.com/watch?v=z-lwA9GJ1e0&amp;feature=player_embedded" target="_blank">Videoclip</a> (Es gehört uns und es ist frei), dessen Heuchelei einem den Magen umdreht, postuliert man Freiheit, Freiheit und Freiheit.</p>
<p>Warum Google sich so intensiv engagiert liegt an der Tatsache, dass bei der Reform der ITRs auch der Punkt der Netzneutralität auf der Agenda steht.</p>
<p>Die Standpunkt sind überschaubar.</p>
<p>Es gibt auf der einen Seite die Zugangsanbieter, wie die deutsche Telekom und At&amp;T. Diese Unternehmen schaffen für den Kunden den Zugang zum Internet und kümmern sich um den Erhalt und den Ausbau von einem Teil der Leitungswege (weitere sich reine Transitnetze, backbones). Auf der anderen Seite stehen Anbieter von Internetdienstleistungen, die etwas zur Verfügung stellen, was Internetnutzer gerne konsumieren. Z.B. Videoclips bei Youtube. Youtube ist wiederum in einem Rechenzentrum untergebracht, mit einer (fetten, fetten) Verbindung zum Internet. Jetzt bezahlt Google zwar für die grundsätzliche Anbindung ans Netz und sicher auch für eine garantierte Bandbreite. Um den Traffic im Netzwerk der deutschen Telekom ist aber nicht mehr Google zuständig &#8211; sondern eben der Betreiber &#8211; also die deutsche Telekom.</p>
<p>Jetzt haben sich die Zugangsanbieter in den letzten Jahren einen sehr aggressiven Wettbewerbskampf geliefert: Immer höhere Bandbreiten zu möglichst geringen Kosten. Unabhängig von der Unterversorgung einiger Gebiete ist es aber in Städten locker möglich seine 35 oder 50 MBit zu bekommen. Man muss kein Mathematiker sein um zu der Annahme zu gelangen, dass die Leitungen hoffnungslos überbucht sind. Aber jetzt sind die Bandbreiten da &#8211; und sie werden immer stärker auch genutzt. Man beklagt diesen Umstand sehr und guckt neidisch in Richtung Google, die mit ihren Diensten wahnsinnig viel Geld scheffeln, aber sich finanziell nicht an der &#8220;Problematik&#8221; der Zugangsanbieter beteiligen wollen. In zwei Präsentationen, die vor dem WCIT entstanden, jammert man auch recht ungeniert über den wachsenden Traffic und die stagnierenden Gewinne (Präsentation <a title="ETNO comITU" href="http://files.wcitleaks.org/public/WCIT12%20-%20ITU-CEPT.pdf" target="_blank">Com-ITU</a> und <a title="ITU-ETNO workshop wcit" href="http://files.wcitleaks.org/public/WCIT12%20-%20ITU-ETNO%20Workshop.pdf" target="_blank">hier</a>).</p>
<p>Bisher gab es keine wirkliche Handhabe, unterschiedlichen Traffic unterschiedlich zu provisionieren. Dafür steht die Netzneutralität. Neutzneutralität bedeutet, dass alle Netzwerkpakete gleich behandelt werden, völlig unabhängig von der Herkunft, Ziel, Protokoll oder Inhalt. Zwar handelt man in der Praxis schon lange gegen das Prinzip &#8211; allerdings meistens aus Gründen der Performance oder der Stabilität einiger Dienste. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass mein Youtube-Traffic mit ähnlicher dringlichkeit geroutet wird als normale Webseitenbesuche.</p>
<p>In Dubai versuchen jetzt einige Telkos, diese Netzneutralität zu untergraben. Besonders engagiert ist dabei <a title="The European Telecommunications Network Operators' Association" href="http://www.etno.eu/" target="_blank">ETNO</a> (The European Telecommunications Network Operators&#8217; Association), ein  Lobbyverband europäischer Telcos. Ihr Ziel ist es, grosse Contentanbieter dazu zu bringen, sich an den Kosten des Netzausbaus zu beteiligen. Dazu gabs einen <a title="wcitleaks ETNO" href="http://files.wcitleaks.org/public/ETNO%20C109.pdf" target="_blank">eigenen Vorschlag </a>der ETNO.</p>
<p>Das Vorgeplänkel liest sich dann so:</p>
<blockquote><p>The revision of the ITRs should be flexible enough as to further encourage future growth and sustainable  development of telecoms markets, services and technological innovation. Therefore, ITRs should continue to be a high level policy framework for international telecommunications services and facilities, respecting the guiding<br />
principles that lead to previous success: private sector leadership and commercial agreements.</p></blockquote>
<p>Konkret argumentiert man in den eigenen Vorschlägen in Richtung QoS (Quality of Service).</p>
<p>Beobachter geben jedoch insgesamt den Plänen der Telcos erstmal nicht viel Aussicht auf Erfolg, soweit so gut. Langfristig arbeiten die Telcos jedoch an der Realisierung eines mehr-Klassen Netzwerks, wo man nicht mehr grundsätzlich für Traffic zahlt, sondern eben auch für ganz bestimme Dienste ganz bestimmter Anbieter. Grundsätzlich habe ich persönlich keine Schwierigkeit damit, die Leute verstärkt zur Kasse zur bitten, die mit ihren Downloads die Leitungen zuknallen, jedoch haben die Telcos diesen Zug der Preisgestaltung von vorn herein verpasst. Der Grund ist u.a. ein Mangel an Weitblick und die eigene Verstrickung aller Telcos in einem nicht zu gewinnenden Preiswettbewerb. Jetzt bettelt man bei den UNO im Hilfe &#8211; und Unternehmen, wie Google, wehren sich nach ihren Möglichkeiten dagegen.</p>
<p>Stay tuned!</p>
<p>/p</p>
<p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/wcit2012-teil-4-google-und-die-netzneutralitat/">WCIT2012 &#8211; Teil 4 &#8211; Google und die Netzneutralität</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.hackerboard.de/wcit2012-teil-4-google-und-die-netzneutralitat/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Energiewende &#8211; einmal anders</title>
		<link>http://blog.hackerboard.de/energiewende-einmal-anders/</link>
		<comments>http://blog.hackerboard.de/energiewende-einmal-anders/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Dec 2012 19:29:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>benediktibk</dc:creator>
				<category><![CDATA[Elektrotechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>
		<category><![CDATA[Freileitung]]></category>
		<category><![CDATA[Kraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Netzausbau]]></category>
		<category><![CDATA[Strom]]></category>
		<category><![CDATA[Stromtrasse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.hackerboard.de/?p=226</guid>
		<description><![CDATA[<p>Dieses Thema mag dem einen oder anderen schon lästig sein, aber diese seien gewarnt: Heute wollen wir die Angelegenheit einmal von einer anderen Seite her aufzäumen, und zwar aus der Sicht der Netzbetreiber. Diese Sicht der Dinge wird nämlich leider viel zu stiefmütterlich behandelt. Zuvor aber noch einen kurzen Überblick über die Ausgangslage: Gemäß dem [...]</p><p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/energiewende-einmal-anders/">Energiewende &#8211; einmal anders</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Thema mag dem einen oder anderen schon lästig sein, aber diese seien gewarnt: Heute wollen wir die Angelegenheit einmal von einer anderen Seite her aufzäumen, und zwar aus der Sicht der Netzbetreiber. Diese Sicht der Dinge wird nämlich leider viel zu stiefmütterlich behandelt.</p>
<p>Zuvor aber noch einen kurzen Überblick über die Ausgangslage: Gemäß dem Gesetz für den Vorrang erneuerbaren Energie Gesetz (<a href="http://http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz">EEG</a>) soll der Anteil der erneuerbaren Energieträger an der Stromversorgung bis spätestens 2030 auf 50% angehoben werden, bis 2050 sogar auf 80%. Damit werden wir in Bezug auf die Energiegewinnung (Physiker verzeihen hier bitte den falschen, aber gängigen Begriff) definitiv eine massive Umwälzung vor uns haben. Ob das jetzt sinnvoll ist oder nicht sei heute einmal egal, als Netzbetreiber interessiert uns nur was der Gesetzgeber vorgibt. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Anstieg des Bedarfs in den letzten Jahren, der sich vermutlich weiter steigern wird. Man möchte fast behaupten es wäre zuerst einmal sinnvoll den Verbrauch zu senken, jedoch sieht der Gesetzgeber das wiederum nicht vor.</p>
<div id="attachment_227" class="wp-caption aligncenter" style="width: 599px"><a href="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/energieverbrauch_deutschland.png"><img class="size-full wp-image-227" title="elektrischer_energiebedarf_deutschland" src="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/energieverbrauch_deutschland.png" alt="" width="589" height="339" /></a><p class="wp-caption-text">Elektrischer Energiebedarf in Deutschland 1991 bis 2008</p></div>
<p>Gut, wir werden also vermutlich einen Anstieg des Bedarfs haben. Warum aber sollte der Umstieg auf erneuerbare Energiequellen die Netzbetreiber beeinflussen? Und das ist genau der Punkt, der fast immer vergessen wird. Bei einem Energieversorgungsnetz ist sowohl die gesamte eingespeiste wie entnommene Energie bzw. Leistung wichtig, aber genauso relevant sind auch die Einspeise- und Entnahmeorte. Genau hierbei wird der Umstieg auf erneuerbare Energiequellen massive Umwälzungen zur Folge haben. Zurzeit wird ein großer Teil der Grundlast, 13,5 GW,  in Deutschland im Süden durch Atomkraftwerke eingespeist, insgesamt also 12,8% der Grundlastversorgung von Deutschland. Erneuerbare Energiequellen finden sich jedoch häufig eher im Norden Deutschlands, konkret sprechen wir hier von Windkraftwerken an den Küsten. Den Standort von Atomkraftwerken konnte man allerdings relativ frei wählen, im Grunde benötigt man nur eine ausreichend Wassermenge zur Kühlung. Deswegen wurden häufig aufgrund eines sehr einfachen Kriteriums der Standort ausgewählt: In der Nähe von Verbraucherzentren. Aufgrund der Verlagerung der Einspeisung wird es somit nötig sein einen großen Teil der Energie quer durch Deutschland zu transportieren. Um mit den Problemen in der Zukunft zurecht zu kommen planen die Netzbetreiber derzeit, gemeinsam mit der Bundesnetzagentur (diese scheint den Habo-Blog zu verfolgen), das Netz gezielt in diese Richtung auszubauen.<a href="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/netzausbau_stromtrassen.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-228" title="netzausbau_stromtrassen" src="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/netzausbau_stromtrassen.png" alt="" width="610" height="610" /></a>Falls der geneigte Leser interessiert ist, diese neuen Nord-Süd-Verbindungen sollen hauptsächlich durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung">Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung</a> realisiert werden.</p>
<p>Diese Verbindungen werden aber auch noch aus einem ganz anderen Grund heraus benötigt. Wichtig in der Energieversorgung ist zusätzlich zu Menge und Ort auch die Zeit, besser gesagt die Verfügbarkeit. Konventionelle Kraftwerke haben häufig den Vorteil, dass sie bei Bedarf hoch- bzw. heruntergefahren werden können. Insbesondere der Wind ist diesbezüglich allerdings sehr unzuverlässig, weswegen es parallel zur Energiewende, bzw. als Teil davon, neue Energiespeicher benötigt. Die aktuell einzig wirtschaftlich interessante Variante dafür, mit einem Wirkungsgrad pro Umwälzzyklus von bis zu 80%, sind Pumpspeicherkraftwerke. Für so einen Kraftwerkstyp ist an den deutschen Küsten allerdings üblicherweise wieder die Landschaft absolut ungeeignet. Damit könnte die Energie zum Beispiel in den Süden, in die Alpen, transportiert werden. Je nach Bedarf könnte es aber zusätzlich wieder zu einem Transport zurück kommen. Man beachte dabei: Doppelte Übertragung der Energie, denkbar ungünstig für die Netzbetreiber und aus Sicht der Effizienz.</p>
<p>Mit dem Bau von Pumpspeicherkraftwerken sind wir nun auch bei einem Thema angelangt, welches die selben Probleme wie der Netzausbau hat: Der Umweltschutz. Der Bau eines neuen Speichersees ist nahezu immer von großen Protesten begleitet, welche das Projekt sogar nicht selten zu Fall bringen. Das selbe erfuhren auch die Netzbetreiber bei der Veröffentlichung des Netzausbauplans, den prompt beschwerten sich die eventuellen Anrainer der neuen Stromtrassen, dass sie so etwas natürlich nicht akzeptieren werden.</p>
<p>So als Fazit kann man nun zusammenfassen, dass die fehlende Akzeptanz der Bevölkerung eines der größten Probleme ist. Alle wollen Energie verbrauchen, und zwar zu jedem beliebigen Zeitpunkt. Es ist der Großteil allerdings nicht bereit die Konsequenzen für diesen Luxus zu tragen, und zwar die dafür nötigen Kraftwerke und Stromtrassen. Schlussendlich bleiben also nur zwei Alternativen: Weniger verbrauchen oder endlich die Sichtweise eines echten Energietechnikers akzeptieren: Freileitungen sind doch schön.<a href="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/power-overheadlines.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-232" title="power-overheadlines" src="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/power-overheadlines.jpg" alt="" width="400" height="300" /></a>benediktibk</p>
<p>Quellenangaben und weitere Informationen können <a href="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/12/energiewende_ja_aber_nicht_bei_uns.pdf">diesem Dokument</a> entnommen werden.</p>
<p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/energiewende-einmal-anders/">Energiewende &#8211; einmal anders</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.hackerboard.de/energiewende-einmal-anders/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>WCIT Teil 3 &#8211; Akteure der Internetregulierung</title>
		<link>http://blog.hackerboard.de/wcit-teil-3-akteure-der-internetregulierung/</link>
		<comments>http://blog.hackerboard.de/wcit-teil-3-akteure-der-internetregulierung/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 Dec 2012 19:56:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wahnwitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet: Überwachung & Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[control]]></category>
		<category><![CDATA[ICANN]]></category>
		<category><![CDATA[INternetregulierung]]></category>
		<category><![CDATA[ITU]]></category>
		<category><![CDATA[UNO]]></category>
		<category><![CDATA[WCIT]]></category>
		<category><![CDATA[wcit2012]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.hackerboard.de/?p=217</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wie im vorigen Teil angekündigt, gehts hier um einen weiteren Akteur, welcher in der Diskussion rund um WCIT2012 heraussticht, nämlich Russland. Russland hat eine reichlich beunruhigende Sammlung von Vorschlägen bzlg. der ITRs Reform zusammengestellt. Aufgrund der Aktualität sein an dieser Stelle schonmal darauf verwiesen, dass Russland eine neue Regulierung für sein &#8220;eigenes&#8221; Internet bereits am [...]</p><p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/wcit-teil-3-akteure-der-internetregulierung/">WCIT Teil 3 &#8211; Akteure der Internetregulierung</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie im <a title="WCIT Teil 2" href="http://blog.hackerboard.de/wcit-und-die-internetregulierung-die-akteure-teil-2/" target="_blank">vorigen Teil</a> angekündigt, gehts hier um einen weiteren Akteur, welcher in der Diskussion rund um WCIT2012 heraussticht, nämlich Russland. Russland hat eine reichlich beunruhigende Sammlung von Vorschlägen bzlg. der ITRs Reform zusammengestellt. Aufgrund der Aktualität sein an dieser Stelle schonmal darauf verwiesen, dass Russland eine neue Regulierung für sein &#8220;eigenes&#8221; Internet bereits am 1.11.2012 auf den Weg gebacht hat. <a title="Internetsperre Register Russland" href="http://www.wired.com/dangerroom/2012/11/russia-surveillance/all/" target="_blank">Eingeführt wurde ein Register</a>, wo unliebsame Websites gelistet &#8211; und gesperrt werden. Natürlich gehts dabei offiziell um den Schutz von Kindern. Tatsächlich wurde ich aber schon jüngst einer Meldung vom 11.11.2012 gewahr, wo russische Internetuser berichtetet, die Webseite <a href="http://lurkmore.to/">http://lurkmore.to/</a> sei nicht mehr zu erreichen. Lurkmore ist ein Wiki in russischer Sprache, die wohl einer Mischung aus Satire und *chan nahekommt. Mitbegründer der Site Dmitry Homak meinte zum Inhalt:</p>
<blockquote><p>the kind of stuff  said by the characters on SouthPark</p></blockquote>
<p>Man kann davon ausgehen auch die eine oder andere politische Kritik lesen zu können.</p>
<p>Die Zensur unbeliebter Websites ist in Russland jedoch keine Neuigkeit, wie wir in den letzten Jahren beobachten konnten. Die Einführung eines zentralen Registers, ist hingegen eine neue Qualität &#8211; eine neue Ebene, die auch ins Gesetz implementiert wurde. Gepflegt wird das Register von der staatlichen Agentur Roskomnadzor. Offiziell gehts um drei Kategorien: Kinderpornographie, Drogen und Selbstmord. Das neue Gesetz erlaubt es allerdings auch, aufgrund richterlicher Anordnung weitere Sites hinzuzufügen. Die Begründung dafür, darf angeblich ruhig etwas weitläufiger ausfallen. Eine Liste der gesperrten Webseiten gibt es nicht einzusehen, allerdings kann man für einen  Check einer bestimmten Site <a title="check gesperrter websites in russland" href="http://zapret-info.gov.ru/" target="_blank">dieses </a>Portal benutzen. Ein weiteres Schmankerl, welches das neue Gesetz bietet, ist dass ein ISP eigentlich nur weiter aktiv sein kann, wenn er Technologien wie DPI etabliert. Dies nur mal ein kleiner Realitätsupdate um grob anzureissen, welcher Wind in Sachen Internetregulierung derzeit aus Russland weht.</p>
<p>Kommen wir zum WCIT2012. Die folgenden Passagen stammen aus <a title="russien wcit2012 leak" href="http://files.wcitleaks.org/public/S12-WCIT12-C-0027!R1!MSW-E.pdf" target="_blank">diesem</a> Leak. Es existiert hier noch eine <a title="russien wcit2012 leak" href="http://files.wcitleaks.org/public/S12-WCIT12-C-0027!R1!MSW-E.pdf" target="_blank">überarbeitete Fassung</a>, ohne die Heuchelei.</p>
<p>Nach ein bischen Blabla, geht man aufs DNS ein und untermalt nochmal die Relevanz der Rootzone als transnationale Ressource.</p>
<blockquote><p>The complexity of Internet regulation does not imply the need for a specific branch of law; on the contrary, it presupposes the modernization of existing areas of international and national legislations, so as to take into account the specificities of the Internet. The Internet operates on the basis of technological infrastructure, including telecommunication and information components that are combined under an addressing and naming system.<br />
The Internet addressing and naming system is an organizational and technical infrastructure, which ensures the allocation, assignment and distribution of addresses and names, as well as maintenance of the databases that ensure conformance between them. Addresses and names are thus a vital Internet resource, and the addressing and naming system is considered to be a system for the management of critical Internet resources.The additions to the ITRs proposed below are aimed at formulating an approach that views the Internet as a global physical telecommunication infrastructure, and also as a part of the national<br />
telecommunication infrastructure of each Member State, and which, accordingly, considers Internet addressing and naming resources as a critical transnational resource.</p></blockquote>
<p>Schön gesagt. Die RF schwingt uns auf die folgenden Artikel ein und stellt erstmal fest: Die Rootzone ist Angelegenheit der ITU/UN Mitgliedsstaaten. Und das leuchtet doch auch ein! Wer, wie Russland, Indien und Burkina Faso so massgeblich an der Entwicklung des Internets und der Root beteiligt war, sollte wohl auch mitreden dürfen? Die Welt tut ja fast so, als wäre das Internet von Nerds aus Berkley oder vom MIT erdacht worden &#8211; *LOL* kann man da nur sagen.</p>
<p>Und deswegen kommt die Russische Förderation auch gleich zur Sache:</p>
<blockquote><p>31A 3A.1 Internet governance shall be effected through the development and application by governments, the private sector and civil society of shared principles, norms, rules, decision-making procedures and programmes that shape the evolution and use of the Internet.</p>
<p>31B 3A.2 Member States shall have equal rights to manage the Internet, including in regard to the allotment, assignment and reclamation of Internet numbering, naming, addressing and identification resources and to support for the operation and development of basic Internet infrastructure.</p></blockquote>
<p>Nochmal zum mitschreiben: Nicht mehr WIR, sondern die UNO Mitgliedsstaaten sollen sich ab jetzt um die Entwicklung des Internets kümmern. Es geht gleich munter weiter:</p>
<blockquote><p>31C 3A.3 Member States shall have the sovereign right to establish and implement  public policy, including international policy, on matters of Internet governance, and to regulate the national Internet segment, as well as the activities within their territory of operating agencies providing Internet access or carrying Internet traffic.</p></blockquote>
<p>Das interessante könnte hier sein &#8220;carriying Internet traffic&#8221;. Wie würde sich das denn auf ein <em>transit peering</em> auswirken? Also, wenn Internet Traffic jetzt nur durch die Netze eines Mitgliedstaates geleitet wird, ohne dass Sender oder Empfänger sich in dem einen Staat befinden? Naja&#8230;Details&#8230;</p>
<p>Die Show ist noch nicht zuende:</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>31D 3A.4 Member States should endeavour to establish policies aimed at meeting public requirements with respect to Internet access and use, and at assisting, including through international cooperation, administrations and operating agencies in supporting the operation and development of the Internet.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und noch einer:</p>
<blockquote><p>31E 3A.5 Member States should ensure that administrations and operating agencies cooperate in ensuring the integrity, reliable operation and security of the national Internet segment, direct relations for the carrying of Internet traffic and the basic Internet infrastructure.</p></blockquote>
<p>Wie man sehen kann, ist das alles zwar eindeutig, aber auch sehr offen. Segnen die UNO Staaten solche Pamphlete ab, so habe ich als souveräner Staat doch sehr viel Spielraum. Tatsächlich aber müsste im ITU Umfeld über eine genaue Implementierung verhandelt werden. Und hier muss man klar sehen: An solchen Tischen sitzen auch Staaten, die überhaupt nicht an freiem Internetverkehr interessiert sind. Und man muss auch klar sehen, dass solche Vorschläge gerade aktuell im globalen Kontext diskutiert werden und es eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Staaten gibt, die sowas absolut toll finden.</p>
<p><strong>Für die Schüler unter den Lesern:</strong> Nehmt den Artikel oder druckt ihn aus. Geht damit zu euren Lehrern. Macht es zu einem Thema &#8211; diskutiert es und lasst nicht zu dass diese Themen hinter verschlossenen Türen entschieden werden.</p>
<p>Hier noch eine Leseübung zum Thema: <a title="Reuters ITU WCIT 2012" href="http://www.reuters.com/article/2012/11/27/net-us-un-internet-idUSBRE8AQ06320121127" target="_blank">Ein Artikel von Reuters.</a></p>
<p>Im nächsten Artikel wollen wir uns mal Google angucken und warum Google so fleissig mitmischt und einen auf Robin-Hood macht.</p>
<p>Stay tuned!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/wcit-teil-3-akteure-der-internetregulierung/">WCIT Teil 3 &#8211; Akteure der Internetregulierung</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.hackerboard.de/wcit-teil-3-akteure-der-internetregulierung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Cheaten bei Games: was ist möglich?</title>
		<link>http://blog.hackerboard.de/cheaten-bei-games-was-ist-moglich/</link>
		<comments>http://blog.hackerboard.de/cheaten-bei-games-was-ist-moglich/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Nov 2012 10:30:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.hackerboard.de/?p=200</guid>
		<description><![CDATA[<p>Es gibt zahlreiche Cheat-Portale, bei denen man Codes vorfindet, die das Spielgeschehen drastisch beeinflussen. Viele Zocker haben bereits bei Games wie FIFA die Leistung der eigenen Mannschaft durch Stärkecheats nach oben geschraubt. Auch bei Tomb Raider und anderen Rollenspielen kann man zahlreiche Cheats anwenden, etwa, um unendlich viele Waffen zu erhalten. Diese Portale beziehen sich [...]</p><p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/cheaten-bei-games-was-ist-moglich/">Cheaten bei Games: was ist möglich?</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt zahlreiche Cheat-Portale, bei denen man Codes vorfindet, die das Spielgeschehen drastisch beeinflussen. Viele Zocker haben bereits bei Games wie FIFA die Leistung der eigenen Mannschaft durch Stärkecheats nach oben geschraubt. Auch bei Tomb Raider und anderen Rollenspielen kann man zahlreiche Cheats anwenden, etwa, um unendlich viele Waffen zu erhalten.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/0liR618N1jI?rel=0" frameborder="0" width="358" height="271"></iframe></p>
<p>Diese Portale beziehen sich in erster Linie jedoch auf Konsolen- und PC-Games, die man nicht <a href="http://blog.hackerboard.de/category/internet-domains/">online zocken</a> kann. Schließlich sollen ehrliche Spieler durch cheatende Zocker nicht benachteiligt werden. Allerdings gibt es einige Möglichkeiten, durch die man heutzutage auch in <a href="http://www.browsergames-testen.de/die-siedler-online-kampagnen-update-250-neue-quests-10104.html">Browsergames</a> cheaten und sich somit einen Vorteil gegenüber anderen Spielern erarbeiten kann. Bei Ego-Shootern z.B. werden sehr häufig Aim-Bots, die automatischen einen gegnerischen Spieler anvisieren, und Wallhacks, wodurch man durch Wände sehen kann oder Gegner markiert werden, benutzt.</p>
<p><strong>PC-Spiel mit den meisten Cheatern                        </strong></p>
<ol start="1">
<li>Call of Duty: Modern Warfare 2</li>
<li>Counter Strike: Source</li>
<li>Counter-Strike 1.6.</li>
</ol>
<p><a href="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/11/image002.jpg"><img class=" wp-image-205 alignright" title="Code II" src="http://blog.hackerboard.de/wp-content/uploads/2012/11/image002.jpg" alt="" width="298" height="197" /></a><strong>Das Zauberwort heißt Miningbots</strong><br />
Besonders häufig zum Cheaten in Browsergames genutzt werden die sogenannten Miningbots. Dabei handelt es sich nicht um Codes, sondern um Skripte, die bestimmte Vorgänge im jeweiligen Spiel automatisieren können. Für die Entwickler der Browsergames sind sie eine der größten Herausforderungen nach der kompletten Fertigstellung des jeweiligen Spiels überhaupt. Miningbots sind in der Lage, etwa automatisch in einer Mine Gold zu gewinnen, während man als Spieler nichts weiter machen muss. So lässt sich der eigene Goldvorrat praktisch im Schlaf verdienen. Dafür muss man als Zocker lediglich ein Programm auf seinem Rechner installieren, das im Spiel seine Anwendung findet. Der <a href="http://www.gameplorer.de/diablo-3-hacks-bots-und-banns-blizzard-aeussert-sich-zu-gesperrten-accounts/">Bot</a> kann den Befehl über dieses Programm erhalten und somit das Gold gewinnen, das man ansonsten selbst etwa 10 Minuten lang gewinnen müsste. Den entsprechenden Befehl des Browsergameskripts erhält man über den Quelltext der jeweiligen Spieleseite. Entgegenwirken kann man diesem Cheat durch ein Captcha. Einen solchen Zahlencode können Bots nicht lesen, sodass Captchas von zahlreichen Browsergameentwicklern installiert werden. Allerdings sind diese Captchas sehr nervend, vor allem für faire Spieler, da auch sie diese immer wieder eingeben müssen.</p>
<p><strong>Nicht nur Games, sondern auch Cheats benötigen den passenden Speicher</strong><br />
Moralisch ist das Cheaten vor allem bei Browsergames natürlich sehr umstritten. Wer jedoch aus Neugier versuchen möchte, bei Offline- oder Online-Games mit Cheats das Spielgeschehen etwas zu beeinflussen, benötigt hierfür Speicher. Bot-Programme sind häufig sehr speicherintensiv, ebenso wie Cheatbücher, die man etwa als E-Book erwirbt. Daher sollte man stets wissen, wie viel Speicher für die Spielekonsolen, Gadgets und <a href="http://blog.hackerboard.de/2012/03/">den PC</a> benötigt werden. Beim Ratgeberportal <a href="http://derspeicherplatz.de/2012/11/10/welches-gerat-braucht-wie-viel-speicher-ein-ratgeber/">derspeicherplatz.de</a> kann man sich ausführlich darüber informieren, welches Gerät wie viel Speicher benötigt.</p>
<p>Bildquelle: © lassedesignen &#8211; Fotolia.com</p>
<p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/cheaten-bei-games-was-ist-moglich/">Cheaten bei Games: was ist möglich?</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.hackerboard.de/cheaten-bei-games-was-ist-moglich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>WCIT und die Internetregulierung &#8211; Die Akteure &#8211; Teil 2</title>
		<link>http://blog.hackerboard.de/wcit-und-die-internetregulierung-die-akteure-teil-2/</link>
		<comments>http://blog.hackerboard.de/wcit-und-die-internetregulierung-die-akteure-teil-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Nov 2012 15:24:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wahnwitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Internet: Überwachung & Zensur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.hackerboard.de/?p=184</guid>
		<description><![CDATA[<p>&#160; Keine Sache, die an die grosse Glocke gehängt wird, kommt ohne entsprechende Akteure aus. Beim Thema um die ITU und dem WCIT 2012 sind die Positionen der Akteure nahezu undurchschaubar. Doch die Internetgemeinde schläft nicht und so formte sich zum WCIT2012 die Site wcitleaks.org, welche sich zum Ziel machte, die Texte und Vorschläge der Staaten [...]</p><p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/wcit-und-die-internetregulierung-die-akteure-teil-2/">WCIT und die Internetregulierung &#8211; Die Akteure &#8211; Teil 2</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Keine Sache, die an die grosse Glocke gehängt wird, kommt ohne entsprechende Akteure aus. Beim Thema um die<a title="ITU und WCIT" href="http://blog.hackerboard.de/wcit-und-die-internetregulierung-teil-1/" target="_blank"> ITU und dem WCIT 2012</a> sind die Positionen der Akteure nahezu undurchschaubar.</p>
<p>Doch die Internetgemeinde schläft nicht und so formte sich zum WCIT2012 die Site <a title="wcit leaks" href="http://wcitleaks.org/" target="_blank">wcitleaks.org</a>, welche sich zum Ziel machte, die Texte und Vorschläge der Staaten zu veröffentlichen. Es liegt dabei in der Natur der Sache, dass einige Staaten davon gar nicht begeistert sind. Vor drei Tagen, am 22. November, hatte auch die Site <a title="dot next" href="http://www.dot-nxt.com" target="_blank">dot-nxt.com</a> alle <a title="dot nxt shows WCIT dotcuments" href="http://news.dot-nxt.com/2012/11/23/why-we-are-making-all-wcit-doc" target="_blank">WCIT Dokumente veröffentlicht.</a> Die dot-nxt Site konzentrierte sich bisher auf das <a title="neues gTLD Programm der ICANN" href="http://blog.hackerboard.de/wozu-eigentlich-neue-top-level-domains/" target="_blank">aktuell laufende gTLD Programm der ICANN</a>, in dessen Rahmen ab 2013 neue Domaineindungen eingeführt werden. dot-nxt gibt sich gelegentlich mal gerne investigativ, informativ zwar, aber dennoch stehen Klicks und eine wachsende Userbase doch eher im Vordergrund. Von solchen Vorbehalten mal abgesehen, leisten namentlich diese beiden Sites gute Arbeit, denn wir haben eine kaum zu bewältigende Fülle an Informationen.</p>
<p>Das Internet ist zweifelsfrei zu etwas sehr bedeutsamen herangewachsen, für alle Bereiche des Lebens: Wirtschaft, Freizeit und Unterhaltung, Informationsverbreitung und Gewinnung &#8211; und Politik. Um so mehr verwundert es, dass der WCIT2012 in der öffentlichen Wahrnehmung so gut wie gar nicht vertreten ist. Dabei wäre es gerade für die Amis ein leichtes sich zu profilieren, denn die Amis sind für das freie Internet, während z.B. die Russen und ein paar arabische Staaten  gegen das freie Internet sind. Aufgrund der Verwurzelung des kalten Krieges im Bewusstsein der Menschen würde es sich doch fantastisch eignen, alte Denkmuster wieder ein bisschen aufzupeppen. Also warum, zum Henker, redet keine Sau davon?</p>
<p>Wir können uns ein paar der Akteure ansehen, die sich mehr oder weniger darum bemühen, wahrgenommen zu werden.</p>
<p><strong>Europa<br />
</strong>Fangen wir mit meinem Lieblingsübel an: Die Europäische Union. Die EU steht für ein freies Internet. Zumindest nimmt man diese Haltung in Bezug auf die ITU ein. Das könnte daran liegen, dass die EU ihr Internet lieber selbst kontrollieren will und sie realisiert hat, dass es besser ist, wenn jeder seinen &#8220;Hoheitsbereich&#8221; selbst kontrolliert. Seit dem 20.11.2012 findet man auf einer <a title="EU WCIT" href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+MOTION+P7-RC-2012-0498+0+DOC+XML+V0//DE" target="_blank">Webseite der Europäischen Union zu dem Thema</a> einen <a title="Entschliessungsantrag WCIT EU" href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//NONSGML+MOTION+P7-RC-2012-0498+0+DOC+PDF+V0//DE" target="_blank">Gemeinsamen Entschliessungsantrag</a>, der zumindest deutlich macht, dass die EU die Situation richtig einschätzt und eine mögliche Kontrolle der ITU über das Internet, als realistisches Szenario ansieht. In dem Entschliessungsantrag finden wir zunächst den Bezug auf die Reform der IRTs:</p>
<blockquote><p>Entschließung des Europäischen Parlaments zur anstehenden Weltkonferenz zur internationalen Telekommunikation (WCIT-2012) der Internationalen Fernmeldeunion und zur möglichen Erweiterung des Anwendungsbereichs der Internationalen Telekommunikationsvorschriften</p></blockquote>
<p>Damit sind die in<a title="WCIT ITR" href="http://blog.hackerboard.de/wcit-und-die-internetregulierung-teil-1/" target="_blank"> Teil 1 erwähnten ITRs</a> gemeint. Genauer: Die Erweiterung der bisherigen <a title="IRT der ITU" href="http://www.itu.int/osg/csd/wtpf/wtpf2009/documents/ITU_ITRs_88.pdf" target="_blank">ITRs</a> auf das Internet. Genauer: Das Internet zur Angelegenheit der ITU zu machen.</p>
<p>Nach einigen Verweisen auf bisherige Entschlüsse und einer Reihe von Erwägungen, lesen wir Punkt 5, der die Sache ungewohnt deutlich auf den Punkt bringt:</p>
<blockquote><p>5. ist der Ansicht, dass einige der Vorschläge zur Folge haben, dass die ITU selbst die Zuständigkeit für die Regulierung bestimmter Elemente des Internets erlangen könnte, wodurch die jetzige Struktur, die durch Basisbeteiligung und Mitwirkung mehrerer Interessenträger geprägt ist, hinfällig wäre; äußert sich besorgt darüber, dass die Entwicklung von Online- Diensten, der Zugang der Endbenutzer zu diesen Diensten wie auch die gesamte Digitalwirtschaft durch diese Vorschläge, wenn sie denn angenommen würden, erheblich beeinträchtigt werden könnten; ist der Ansicht, dass die Verwaltung des Internets und die diesbezüglichen Regulierungsangelegenheiten auch künftig umfassend unter Mitwirkung mehrerer Interessenträger festgelegt werden sollten;</p></blockquote>
<p>Mit jetziger Struktur ist das in <a title="WCIT Multistakeholder Modell" href="http://blog.hackerboard.de/wcit-und-die-internetregulierung-teil-1/" target="_blank">Teil 1 erwähnte Multistakeholder Modell</a> gemeint. Punkt 6 ist ebenfalls interessant und bezieht sich im wesentlichen auf Netzneutralität:</p>
<blockquote><p>6. erklärt sich besorgt darüber, dass in den Vorschlägen für eine Reform der ITU auch die Einführung neuartiger Profiterzielungsmechanismen enthalten ist, wodurch der offene und wettbewerbsgeprägte Charakter des Internets im Zugevon Preissteigerungen, Innovationshemmnissen und Zugangsbeschränkungen erheblich gefährdet werden könnte; bekräftigt seine Forderung, dass das Internet ein freier und offener Raum bleiben sollte;</p></blockquote>
<p>Auch wenn ich die EU grundsätzlich für einen Schweinestall halte, so muss man dieser Arbeitsgruppe doch durchaus eine klare Sichtweise attestieren. Welche Intention dahintersteckt, sei an dieser Stelle erstmal aussen vor. Relevant ist in diesem Moment, dass wir mit der EU und den Mitgliedsstaaten eine starke Stimme auf dem WCIT haben, die sich grundsätzlich für die Erhaltung der aktuellen Strukturen einsetzt.</p>
<p><strong></strong>Im nächsten Teil schauen wir uns Russland an, welches in guter alter Tradition eher auf Kontrolle setzt.</p>
<p>Stay tuned!</p>
<p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/wcit-und-die-internetregulierung-die-akteure-teil-2/">WCIT und die Internetregulierung &#8211; Die Akteure &#8211; Teil 2</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.hackerboard.de/wcit-und-die-internetregulierung-die-akteure-teil-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>WCIT und die Internetregulierung &#8211; Teil 1</title>
		<link>http://blog.hackerboard.de/wcit-und-die-internetregulierung-teil-1/</link>
		<comments>http://blog.hackerboard.de/wcit-und-die-internetregulierung-teil-1/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Nov 2012 20:26:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wahnwitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet: Überwachung & Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[internet governance]]></category>
		<category><![CDATA[ITU]]></category>
		<category><![CDATA[UNO]]></category>
		<category><![CDATA[wcit 2012]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.hackerboard.de/?p=171</guid>
		<description><![CDATA[<p>Überblick &#8211; was ist was?  Manch ein Leser hat schon einen Blog Artikel hier über den kommenden WCIT gelesen (hier und hier). Da das Thema  WCIT mittlerweile eine erhebliche Brisanz hat, lohnt es sich, hier mal eine eigene Artikelreihe dazu zu starten. Wenn wir derzeit von WCIT und Regulierung sprechen, ist damit die diesjährige World [...]</p><p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/wcit-und-die-internetregulierung-teil-1/">WCIT und die Internetregulierung &#8211; Teil 1</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Überblick &#8211; was ist was? </strong></p>
<p>Manch ein Leser hat schon einen Blog Artikel hier über den kommenden WCIT gelesen (<a title="internetregulierung-wo-ist-das-eigentliche-problem" href="http://blog.hackerboard.de/internetregulierung-wo-ist-das-eigentliche-problem/" target="_blank">hier</a> und <a title="Internetregulierung - ITU" href="http://blog.hackerboard.de/129/" target="_blank">hier</a>). Da das Thema  WCIT mittlerweile eine erhebliche Brisanz hat, lohnt es sich, hier mal eine eigene Artikelreihe dazu zu starten.</p>
<p>Wenn wir derzeit von WCIT und Regulierung sprechen, ist damit die diesjährige <a title="WCIT - ITU" href="http://www.itu.int/en/wcit-12/Pages/default.aspx" target="_blank">World Conference on International Telecommunications</a> gemeint, die von der <a title="ITU" href="http://www.itu.int/en/about/Pages/default.aspx" target="_blank">ITU</a> ausgerichtet wird. Die ITU ist (auf deutsch), die internationale Fernmeldeunion, die sich mit den technischen Aspekten (u.a.) der Telekommunikation beschäftigt. Die ITU ist eine sog. UN-Sonderorganisation und es beteiligen sich derzeit 191 Mitgliedstaaten. Ursprünglich war die ITU eine Vereinigung von (damaligen) Telcos, die die Telegraphie einführten. An dieser Stelle sollte man sich kurz die Mühe machen, den <a title="Wiki Internationale Fernmeldeunion" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Fernmeldeunion" target="_blank">Wikipedia Artikel </a>zu überfliegen.</p>
<p>Ein Anliegen des diesjährigen WCIT, welches vom 3. bis 14. Dezember 2012 in Dubai stattfindet, ist u.a. die Überarbeitung der International Telecommunications Regulations (ITRs). Die ITRs umfassen zehn Punkte, die sich unter anderem mit der Definition der internationalen Telekommunikationsdienste, die Zusammenarbeit zwischen den Ländern und die nationalen Verwaltungen der Telekommunikation befassen. Offiziell wird oft 1988 als der Beginn der  ITRs genannt. Tatsache ist aber, das die USA und UK schon vor 1988 ihre Telco Märkte liberalisiert hatten. Wenn Mitgliedsstaaten innerhalb der ITU über gewisse Standards und Verfahren übereinkommen &#8211; die dann in den ITRs festgehalten werden &#8211; werden sie üblicherweise national umgesetzt. Bei uns in Deutschland manifestiert sich das dann z.B. in der Bundesnetzargentur.</p>
<p><strong>Wozu die ganze Aufregung?</strong></p>
<p>Die aktuellen ITRs befassen sich, da schon etwas veraltet, mit Funk- und Radionetzen, Telefon und TV. Was die ITRs bisher noch nicht zum Gegenstand haben, sind IP Netze &#8211; also das Internet.</p>
<p>Die derzeitige Aufregung entsteht dadurch, dass einige der ITU Mitgliedstaaten der Meinung sind, das Internet wäre Chefsache und müsse ebenfalls von der ITU &#8220;betreut&#8221; werden, dass also der Bereich der IP Netze mit in die IRTs aufgenommen werden. Da, wie schon gesagt, die ITU eine UN Sonderorganisation ist, könnte man etwas allgemeiner sagen:</p>
<p><em>Einige Staaten wollen, dass das Internet von der UNO verwaltet wird.</em></p>
<p><strong>Wieso sollte die ITU das Internet nicht verwalten?</strong></p>
<p>Die Frage lässte sich aufgrund der Fülle der Antworten gar nicht so leicht beantworten. Zuerst müssen wir mal festlegen, was denn unter Verwaltung des Internets überhaupt verstanden wird, denn auch hier gehen die Meinungen stark auseinander, aber ich denke mit folgenden Punkten können alle leben:</p>
<ul>
<li>Zuteilung und Verwaltung der IP Adressen</li>
<li>Veraltung der DNS Root Zone, also die DNS Root Server</li>
<li>Zulassung und Verwaltung der Autononem Systeme, also die Teilnetze, aus denen letztendlich das gesamte Internet besteht</li>
<li>Raum und Platz für freie und offene Standards und (Netz)Protokolle</li>
</ul>
<p>An jedem dieser Punkte hängt ein ganzer Rattenschwanz an Aufgaben und Verantwortlichkeiten, die teils von NGOs (Nicht-Regierungs-Organisationen), staatlichen Einrichtungen (wie die NTIA, die dem US Handelsministerium unterstellt ist), Regierungsstellen oder Firmen wie VeriSign erfüllt werden. Auch wenn es in diesemnGebilden zwar stets Spannungen und Machtkonzentrationen gibt, ist doch aber ein ganz wesentlicher Punkt, dass das Internet derzeit nach einem Multi-Stakeholder Ansatz verwaltet wird.</p>
<p>Multi-Stakeholder bedeutet in diesem Fall, dass sehr viele sehr unterschiedliche Organisationen eine Stimme im Gesamtprozess der Internetverwaltung haben. So können sich auch einzelne Internetnutzer in den sog. At-Large Gruppen der ICANN für ihre Ideen stark machen.</p>
<p>Gearbeitet wird nach dem Bottom-Up Prinzip. Das bedeutet, dass die Ideen und Vorschläge immer von unten nach oben, bis hin in die Entscheiderebenen getragen werden. Ist eine Idee wertvoll und wichtig genug und finden sich genug Leute, die das tragen, liegt sie irgendwann zur Entscheidung auf dem Tisch. Die Entscheidergremien, ganz oben, entscheiden nie etwas aus eigenem Antrieb, sondern beschäftigen sich immer nur mit dem was von &#8220;unten&#8221; kommt. Das Entscheidergremium ist der Vorstand der<a title="ICANN" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internet_Corporation_for_Assigned_Names_and_Numbers" target="_blank"> ICANN, der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers.</a></p>
<p>Bislang war es so, dass die Stimme der Regierungen nur eine Stimme von vielen waren. De-Facto haben Regierungen derzeit sogar lediglich eine beratende Funktion. Derzeit war es nicht Angelegenheit irgendeiner Regierung sich in die Verwaltung des Internets in technischer Hinsicht einzumischen: TCP/IP, UDP, DNS, Routingprotokolle, Verschlüsselung, Optimierung, HTTP, SOAP, XML, SMTP, VoIP usw. Bei all diesen Dingen hat keine Regierung dieser Welt mitgeredet. Die Entwicklung der Protokolle war Sache der Hacker und das meiste davon findet sich wieder in einem RFC, dem Quasistandard der IETF, einer losen Gemeinschaft von Techies, die im Interesse eines funktionierende Netzwerks Standards und Protokolle entwickeln:</p>
<blockquote><p>We reject kings, presidents and voting. We believe in rough consensus and running code.</p></blockquote>
<p>Das IETF Mantra von <a title="IETF David Clark" href="http://en.wikipedia.org/wiki/David_D._Clark" target="_blank">David Clark</a>, ein MIT Hacker der ersten Stunde.</p>
<p>Das betrifft noch nicht nationale Gesetzgebungen, die z.B. Datenschutz und Strafbestände bzlg. von Inhalten oder Nutzung betreffen. Das ist, national und international betrachtet, ein sehr komplexes Feld, welches in einem Artikel zu Internet Governance behandelt wird.</p>
<p><strong>Nochmal &#8211; Wieso sollte die ITU das Internet nicht verwalten?</strong></p>
<p>Weil niemand, der halbwegs gescheit ist, es wollen kann, das Regierungen über die Entwicklung der Internetprotokolle, über das DNS, Routing oder über die Vergabe von IP Adressen entscheiden kann und darf. Wir wollen nicht, dass Staaten innerhalb der UNO/ITU darüber entscheiden, in welche Länder geroutet werden darf oder ob eine Site, die von manchen Ländern als kritisch eingestuft wird, für die ganze Welt unerreichbar wird.</p>
<p>Zugegeben, das ist jetzt wieder mal ganz schon polemisch, aber trotzdem trifft es den Kern.</p>
<p>Ich will auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Internetgemeinde schon zu einem Teil in den Fängen der Grosskonzerne ist. Hier gibts ebenfalls noch viel zusagen. Namentlich mischt sich hier z.B. google besonders engagiert ein, was allerdings eher auf die Problematik der Netzneutralität und Kostenfragen abzielt (auch wenn google sich hier als Verfechter der Freiheit aufspielt).</p>
<p>In diesem ersten Teil ging es um einen Überblick &#8211; ein Anfang. Die nächsten Teile werden sich mit der Spielwiese Internet-Governance und dem aktuellen Geschehen um WCIT beschäftigen.</p>
<p>Stay tuned!</p>
<p>The post <a href="http://blog.hackerboard.de/wcit-und-die-internetregulierung-teil-1/">WCIT und die Internetregulierung &#8211; Teil 1</a> appeared first on <a href="http://blog.hackerboard.de">HaBoBlog</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.hackerboard.de/wcit-und-die-internetregulierung-teil-1/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
